Quo vadis Bürgerhaus?

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Mit dem einstimmigen Beschluss in der Stadtratssitzung am 21.01.19 soll dem
Bürgerentscheid Rechnung getragen werden. Fakt ist, dass dadurch die Forderungen der
Bürgerinitiative zwar rechtlich gesehen erfüllt sein mögen, aber nicht der Wunsch der
Bürger um eine optisch zum Marktplatzensemble passende Gestaltung der
Außenfassade. Es wird weiterhin der Entwurf der Siegerarchtiketen Arge raum.land
verfolgt. Was die Herren bei der Bürgerversammlung an Alternativvorschlägen gezeigt
hatten war allerdings nicht Ernst zu nehmen. Man darf gespannt sein, ob sich denn nun
wirklich etwas ändern wird.
Einzigartig in Hammelburg ist auf jeden Fall, dass man die Bürger komplett ignoriert und
nicht das Gespräch sucht, weder vor noch nach dem Bürgerentscheid.
Mit gutem Beispiel voran geht zum Beispiel die Stadt Würzburg, wo die Umgestaltung des
Kardinal-Faulhaber-Platzes per Bürgerentscheid gestoppt wurde. Hier gibt es nun einen
Gestaltungs-Workshop der Stadt gemeinsam mit den Bürgern. Genau so sollte es sein!
Die Stadt Schweinfurt überdenkt nach dem Ausgang des Bürgerentscheides, ob sie das
Thema Landesgartenschau und Stadtpark weiter verfolgen soll, obwohl es rechtlich
gesehen möglich wäre, die Planung umzusetzen.
In Hammelburg allerdings wird mit der Demokratie etwas anders umgegangen.