Zahlen und Fakten

Der Bürgermeister veröffentlichte im Stadtblatt Nr.8/18 über

5 Seiten positive Stimmen zum geplanten Bürgerhaus.

Lesen Sie bitte auch unsere Darstellung hierzu.

 

  • Zu den Kosten:

 

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18:
„…die Größe des Gebäudes, die wiederum für die Gesamtkosten den Ausschlag gibt, resultiert aus dem Raumbedarf, letztlich fordert aber auch die prominente Lage im Zentrum der Stadt ein städtebauliches Gewicht.“

 

  • Aber die räumlichen Vorgaben kamen vom Bürgermeister und vom Stadtrat und waren Vorgabe für die Architekten und somit auch ausschlaggebend für die hohen Kosten. Nur für die Bibliothek, neuer Sitzungssaal, VHS und Tourist-Info ist es definitiv überdimensioniert.

 

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18:

„…die Stadt Hammelburg befindet sich in einer passablen finanziellen Lage“

 

  • Bei einer Kostenrechnung von rund 7,3 Mio € für das, in dieser Form geplante Bürgerhaus, wäre jeder wahlberechtigte Bürger der Stadt Hammelburg mit ca. 1000,-€ belastet. Die Argumentation „das wird ja gefördert“ zählt nicht, denn die Kosten müssen so oder so von der Allgemeinheit/dem Steuerzahler getragen werden. 
  • In der ganzen Diskussion gehen die uns entstehenden Folgekosten *)  völlig unter. Bei dieser Größenordnung fallen hierfür jährlich mindestens 100.000 € (Quelle Internet ca. 3,5 €/m² und Monat) zusätzliche Kosten an. Die müssen dann erst mal wieder reinkommen. 
  • Heute zahlt die Stadt für die Gesamtnutzung des „Roten Schlosses“ Miete von ca. 60.000 € , sowie ca. 15.000€ Nebenkosten für eine Fläche von 1393 m². Dies entspricht einer sehr günstigen Kaltmiete von 3,59 €/m² und Monat.

         *) öffentliche Abgaben, Versicherungen, Wartung, Strom, Heizung, Wasser, Kanal, Reinigung, Verwaltung, Hausmeister, Sonstiges

 

  • Zu den Fördermittel:

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18:

„…Fördermittel sind speziell für dieses Vorhaben vorhanden, die bei einer Umplanung nicht in diesem Maße zur Verfügung stehen würden. Insbesondere die Bibliothek und der multifunktionale Ratssaal sind in erheblichem Maße förderbar.“

 

  • Diese Aussage ist so nicht richtig und der Bevölkerung werden bewusst falsche Informationen Der Bürgermeister und sein Stadtrat haben von Anfang an nur auf einen Architekten-Wettbewerb gezielt. Nach VGV-Verfahren (Vergabeverordnung (VgV) – Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge) hätte man aber durchaus auch auf anderem Wege Fördermittel beantragen können. Hier wurde aber ein VGV –Verfahren mit einem Planungswettbewerb gekoppelt.

 

Zitat aus dem Artikel der Mainpost vom 14.08.2018:

…,dass sich die von der Regierung zugesagten Fördergelder für das geplante Bürgerhaus, aus dem Fond des Bayer. Ministerrates „Innen statt Außen“ beziehen.

 

  • Diese Fördermittel sollen der Innenstadtentwicklung dienen und könnten auch gut für private Bauvorhaben genutzt werden, so dass alte Häuser und Gehöfte renoviert werden könnten.
    Bei Inanspruchnahme der Fördermittel aus dem Fond „Innen statt Außen“ dürfen aber im Gegenzug über Jahre keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden, bzw. würde dies nicht gefördert. Das würde aber wohl bedeuten, die Stadt Hammelburg und ihre Stadtteile nimmt einmalig die oben genannte Innenstadtförderung für das geplante Bürgerhaus in Anspruch und hat dann keine Handlungsmöglichkeiten Der Zeitrahmen für die „Nichtausweisung neuer Baugebiete“ beträgt 10 bis 15 Jahre. 

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18:

„… für die nächsten 50 Jahre wird endlich mal ein Bürgerhaus gebaut, wovon alle Bürger in Hammelburg und in den Ortsteilen profitieren.“

Oder auch, “…für die Planung wurden bisher 430.000,-€ ausgegeben, die wären bei einer Neuplanung erst einmal weg.“

 

  • Man sollte sich doch einmal die Frage stellen, was hat der Bürger wirklich an Mehrnutzen vom so geplanten Bürgerhaus? Was ist denn wirklich neu?
  • Es gab auch schon bisher eine gut sortierte Bücherei im Kellerei Schloss.
  • Es gab auch schon bisher die Geschäftsstelle der VHS.
  • Es gab auch schon bisher einen Sitzungssaal, der für die Stadtratssitzungen angemessen ist.
  • Es gab auch schon bisher Säle zur öffentlichen Nutzung in der Stadt und den Stadtteilen in der Größenordnung Nutzung bis zu 120 Personen und mehr (Katholisches Pfarrzentrum, Köpplerhaus, Musikakademie, TV/DJK, Gasthaus Goldenes Kreuz in Untererthal, Gasthaus Zum Stern in Obererthal, Zehntscheune in Obereschenbach, Erthalhalle in Untererthal, div. Sport- und Mehrzweckhallen und weitere).
  • Es gab auch schon bisher eine Tourist-Information.
    Allerdings stimmen wir da vollauf zu, diese an den Marktplatz zu verlagern. 
  • Die bisher entstandenen Kosten H.v. 430.000,-€ können nicht der BI angelastet werden. Muss man aus diesem Grund noch mehr gutes Geld hinterherwerfen?  
  • Es hätte auch ohne Architekten-Wettbewerb die Möglichkeit gegeben, Fördermittel zu beantragen. Weshalb hat der Stadtrat nicht aus dem Umgestaltung des Viehmarktes gelernt und ein zweites Mal den gleichen Fehler begangen?

 

  • Weshalb soll für 50 Jahre ein Bürgerhaus gebaut werden? Bei den genannten Kosten von derzeit 7,23 Mio. sollte es den Bürgern hoffentlich noch länger dienen! Oder wird hier die Amortisierung des neuen Gebäudes angesprochen? Da reichen die 50 Jahre allerdings bei weitem nicht aus. Es werden wohl eher 80 bis 100 Jahre Amortisationzeit sein.