Zur Architektur und Planung

Im Stadtblatt Nr.8/18 wurden über 

5 Seiten positive Stimmen zum geplanten Bürgerhaus veröffentlicht. 

Lesen Sie bitte auch unsere Darstellung hierzu.

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18: 

„… das Gremium der Jury war letztendlich ein repräsentativer Querschnitt durch die Hammelburger Bevölkerung, unterstützt von Fachleuten die planerische Darstellungen in baulicher und architektonischer Hinsicht hinterfragten und erläuterten.“

  • Wer aus der Hammelburger Bevölkerung saß denn in der Jury, wenn man die Mitglieder des Stadtrates, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und den Bürgermeister mal außen vorlässt? 
    • Keiner

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18: 

„…lobt nicht nur die architektonische Planung. Der beschlossene Plan wurde in einer aussagekräftigen Publikation der Öffentlichkeit vorgestellt ….“

 

  • Das ist richtig, allerdings wurde der Bevölkerung erst die Möglichkeit gegeben die Entwürfe der Architekturbüros zu sehen, nachdem alle Würfel gefallen waren und der Wettbewerb bereits entschieden war. Man gab der Bevölkerung sogar die Möglichkeit eine eigene Entscheidung zu treffen, die fiel allerdings anders aus.
    Weshalb hat die Stadt nicht zuvor die Meinung der Bürger erfragt, wie sie es nun, nach Entstehen der Bürgerinitiative, mit dem ProjektBahnhofstrassegemacht hat. Die Hammelburger Bürger sind durchaus kreativ und haben Ideen. Wenn man schon ein Bürgerhaus bauen will, dann sollten sich die Bürger auch einbringen dürfen. Denn wir fragen uns: worin besteht der Nutzen für den Bürger?

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18: 

„… die vorliegenden Entwürfe sind das Ergebnis eines aufwändigen Planungs- und Entscheidungsprozesses.“

  • Weshalb wurde dann ein Beschluss des Stadtrates gegen einen Architekten-Wettbewerb in der Sitzung vom 25. Juli 2016, mit einer kurzfristig anberaumten Ferienausschusssitzung vom 1. August 2016 aufgehoben?

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18: 

„… das Gesamtkonzept überzeugt und auch die Kompetenz eines Architekturbüros ist bei der Größe des Bauvorhabens erforderlich“.

  • Architekt JA, aber man benötigt aus diesem Grund keinen Architekten-Wettbewerb, der die Stadt über Jahre an den Entwurf bindet. Siehe Viehmarkt, da ist es nicht einmal möglich ein paar Blumenkübel aufzustellen.

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18: 

„… die langweiligste Häuserfront an einem unterfränkischen Marktplatz …“ 

  • Die Gebäude neben dem alten Rathaus, der im Übrigen aus Sicht des Denkmalschutzes unter Ensembleschutz steht, so zu bezeichnen, das ist dann doch wohl eine ganz persönliche Meinung.
    Wie
    wir, die Mitglieder der BI, sich schon so oft anhören mussten, sind Geschmäcker ja bekanntlich verschieden, also sollte auch diese Meinung nicht höher gewertet werden. Wenn man mit dem Neubau einen Eckpunkt aus dem Baustil unserer Zeit“ setzen will na gut, das gab es in den 60er, 70er, 80er Jahren auch schon
    … ABER brauchst das?

 

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18: 

„…lobt in der Planung des neuen Bürgerhauses in hohem Maß die „barrierefreie Ausführung nach den entsprechenden DIN-Normen“.

  • Diesen Punkt müssen wir nicht groß erläutern, wer in der heutigen Zeit öffentlich baut oder umbaut, muss zwangsläufig die Normen für einen barrierefreien Zugang einhalten, egal wie groß das Gebäude wird. Und genau das wollen wir.Erlauben sie uns in dieser Sache eine Bemerkung. Warum baut man im Rathaus und plant gleichzeitig im Bürgerhaus einen Fahrstuhl? 

Eine wesentlich kostengünstigere Lösung (und auch im Hinblick auf die Zerstörung des historischen Gewölbes beim Versuch des Einbaues eines Fahrstuhls im Rathaus) wäre es,  über eine Verbindungsbrücke zwischen Rathaus und Bürgerhaus dies zu erreichen. Eine Aussage es wird nicht genehmigt, kann nicht akzeptiert werden. Warum funktioniert dies in anderen Städten und bei uns nicht. Vielleicht lassen sich hier die Beantragenden nicht so einfach abfertigen und argumentieren besser!

Aussage aus dem Stadtblatt 8/18: 

„… negative Mehrheiten und Stimmungen können eine Stadtentwicklung verhindern“ 

  • Wir reglementieren hierzu, aufmerksame Bürger können auch eine hohe Verschuldung der Stadt verhindern.
    Ein gutes Beispiel hierfür ist die Stadt Lohr am Main, die sich mit ihrer kürzlich gebauten Stadthalle ein Denkmal setzen wollte. Die Kosten und der Unterhalt für diese Stadthalle sind  immens hoch und wird im Nachhinein von den Lohrer Bürgern heftig kritisiert. Wir wollen, dass es der Stadt und den Bürgern von Hammelburg nicht auch so ergeht.
    Wir
    sagen JA für die Stadtentwicklung, aber im entsprechenden finanziellen Rahmen!